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Wirtschaftlichkeit hängt vom Speicher ab
Regenwassernutzung beim Bau einplanen


Jährlich verbraucht ein Bundesbürger im Schnitt rund 127 Liter Trinkwasser am Tag, das sind im Jahr rund 45 Kubikmeter. Fast ein Drittel davon werden indes für die Toilette verbraucht, was genau genommen eine ähnliche Wasserverschwendung darstellt, wie die Gartenbewäserung aus der Leitung. Denn man darf nicht vergessen: Zu den Kosten des Frischwasser fallen ja auch entsprechend Abwassergebühren an.

Ein 4-Personen-Haushalt kann bis zu 80.000 Liter Trinkwasser pro Jahr durch die Regenwassernutzung sparen.

Ein weiterer Vorteil des Regenwassers ist, dass es kein Kalk enthält. Somit kann man weniger Waschmittel verwenden als bei kalkhaltigem Trinkwasser.

Was liegt da näher, als das natürliche Niederschlagswasser zu verwenden?


Trink- und Abwasserpreise steigen
Auch wenn das Thema schon mehr Konjunktur hatte, steigende Trinkwasser- und Abwasserpreise werden die Regenwassernutzung schon bald wieder zum Trend werden lassen. Gerade beim Neubau sollte die Regenwassernutzung von Anfang an mitbedacht werden. Denn eines erscheint uns sicher: Der Preis für Trinkwasser wird in der Zunkunft steigen.

Da die Kosten einer Anlage zur Regenwassernutzung bis zu 50% der Gesamt-Anlagenkosten ausmachen kann, ist die Ermittlung des tatsächlichen notwendigen Speichervolumens für die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage von großer Bedeutung.

Überlaufen nicht möglich
Prinzipiell ähneln sich die angebotenen Systeme: Das vom Dach abfließende Regenwasser wird über einen Wasserfilter in den Regenwasserspeicher geleitet. Ob der Einbau des Kunststofftanks dabei innerhalb oder außerhalb (unterirdisch) des Hauses anzuraten ist, entscheidet sich entlang der Platzverhältnissse. Während im Haus in der Regel Kunstofftanks aus Polyethylen verbaut werden, hat der Bauherr beim unterirdischen Einbau im Garten die Wahl zwischen Kunstoff- bzw. Betonzisternen. Durch eine beruhigte Zuführung des Regenwassers werden Schmutzstoffe am Boden des Speichers abgelagert. Um das Überlaufen der vollen Zisterne zu vermeiden, sollte in jedem Fall an einen Kanalanschluß bzw. eine Versickerungsmulde gedacht werden.

Regenwassernutzung heute
10.000 Liter Fassungsvermögen sind für moderne Regenwassertanks keine Seltenheit. (Foto: Thorben Wengert / www.pixelio.de)